| |||||||||||||
|
Die "Lüneburger Klöster" sind mittelalterliche Frauenklöster, die durch Umwandlung in evangelische Damenstifte im Verlauf der Reformation ihre Lebensgemeinschaft des Konvents und eine eigenständige Form christlicher Traditionen bewahrt haben. So blieben Gebäude und Kunstschätze erhalten, die in Führungen zu den angegebenen Zeiten gezeigt und erläutert werden können. Wer aus dem Verkehr und der Unruhe der Stadt heraus durch das schmiedeeiserne Tor des Klosters Walsrode kommt, bleibt zunächst einmal überrascht stehen. Eine Insel der Stille tut sich vor ihm auf, offene Rasenflächen, knorrige alte Bäume, liebevoll gepflegte Blumenrabatten. Ein alter Brunnen fällt auf, urnengekrönte Gedenksteine. Wie hingestreut niedrige Fachwerkgebäude in Backstein aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts das älteste der "Lüneburger Klöster" zeigt sich bescheiden. |
|
|
|
|
Erst im Laufe der Führung gibt es seine Schönheit preis, die in einer wechselvollen Geschichte gewachsen ist. Durch den wappengeschmückten "Langen Gang" mit seinen Barocktüren geht es zur Kapelle, dem Chor. Von der blauen Rokoko-Holzdecke gleitet der Blick zu den spätmittelalterlichen Gemäldefenstern, die den Raum beherrschen. Dann kommen die Details zur Geltung: die in Eiche geschnitzte Darstellung des letzten Abendmahls, die Christkindstatuette in einem mit Heidefluß-Perlen bestickten Gewand ("Bambino"), ein gotischer Altarbehang und anderes mehr. |
|
|
Hoch oben in einer Wandnische die fast lebensgroße Stifterfigur des Grafen Wale (in Holz, um 1300), das älteste erhaltene Kunstwerk des Klosters, das auch den verheerenden Brand von 1482 überstanden hat. Der Remter im gotischen Stil mit den Gemälden der Äbtissinnen bildet den Abschluß der Führung, die von sachkun-digen Damen geleitet wird. Dort können auch Schriften, Karten und Dias erworben werden. Ein Spaziergang durch die Anlage und Betrachtung der barocken Grabsteine auf dem alten Friedhof können einen besinn-lichen Abschluß bringen. Schutzpatron des Klosters wie auch der angrenzenden Stadtkirche ist Johannes der Täufer. Sein Bildnis befindet sich im linken Seitenfenster der Kapelle. Der Johannistag am 24. Juni wird mit einem "Offenen Singen" und einem Vespergottesdienst gefeiert; die Klosterdamen erscheinen dazu in ihrer Festtracht. Beide Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich. Führungen können an diesem Tage nicht stattfinden. |
|
|
|
Informationen zu Führungen und Eintrittspreisen finden Sie im Internetauftritt des Klosters | ||
|
| ||